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07.09.2014

Bax …. im Sturm der Liebe

 

Es ist so einige  Zeit vergangen, als ich mit Bax das letzte Mal gearbeitet habe. Sicher wird so mancher gedacht haben, daß diese Geschichte zu Ende gegangen ist.

Doch diese große Pause war von Nöten, weil sich die altbekannten Ohrenprobleme wieder eingestellt hatten. Mit einem kranken Hunden läßt sich schlecht tranieren. Zudem mußte ein geeigneter Tierarzt gefunden werden, der genügend Courage besitzt, um sich diesem Problemfall anzunehmen. Doch das haben wir geschafft.

An dieser Stelle mein besonderer Dank an den Tierarzt Herrn Dr. Kobera in Dresden.

Sofort rauschte das gelbe Therapiemobil zu seinem besonderen Fall, um ein Schäferstündchen abzuhalten.

Die lange Abstinenz muß bei Bax gewisse Sehnsüchte aufgestaut haben. Bei meiner Ankunft übertraf sein freudiges Jaulen sogar den schrillen Klang meiner Sirene.

Kaum hatte ich mich auf seiner Spielwiese auf dem Stuhl platziert, brach sich die gute Stimmung Bahn, bis das Bax bald auf meinem Schoß gelandet wäre. An dieser Stelle musste Herr Tomatenstange allerdings mehr Respekt einfordern. Etwas, was Bax nie gelernt hatte. Meine Stimme senkte sich zum Bass…und Bax den Kopf.

Das Spiel konnte beginnen. Anders als sonst dachte Bax nicht daran, den luftarmen Ball heraus zu geben. Fröhlich trabte er mit dem Ball davon, mit der Gewissheit, dass ich ihn nicht einholen kann. Der spielerische Beginn eines Dominanzverhaltens. Jetzt wurde der Psychologe getestet. Mehrfach durfte ich dem Sieger hinterher schauen…die Zersetzung meiner Autorität.

Das musste ein Ende haben. Und wieder sollte mir die heilige Tomatenstange aus der Patsche helfen.

Beim nächsten Versuch, mit der „Beute“ zu fliehen, landete das unbemannte Flugobjekt gezielt auf dem Hinterteil von Bax. Vor Schreck ließ er den Ball fallen und ich sicherte mir die Beute. Bax war völlig überrascht. Er umkreiste die im Gras liegende Tomatenstange…und fragte sich sicher, ob ich hinter dem Aufprall von 100g stecken würde.

Das Spiel ging weiter und auch die Beutesicherung von Bax. Auch auf ein deutliches „Aus“, dass Bax sehr gut kannte, gab er den Ball nicht frei.

Also landete die Tomatenstange im freien Fall erneut auf seinem Allerwertesten. Das war Bax zu viel. Jetzt hatte er verstanden, dass ich dahinter stecke. Er ließ den Ball fallen, um mir knurrend sein Missfallen mitzuteilen.

Schlagartig war er nicht mehr  zu einem Spiel zu bewegen. Bax suchte Abstand. Sein Respekt schien größer als je zuvor.

Die Gunst der Stunde wollte ich nutzen, um den Besitzer mit ins Spiel zu bringen.

Ich forderte Ihn auf, mit Bax das gleiche Spiel zu spielen. Deutliche Bedenken drangen an mein Ohr. 

Bax indes freute sich auf seinen neuen kalkulierbaren Spielpartner und ging wesentlich heftiger zur Sache. Nun kam es darauf an, dass er auch die Ballbeute wieder her gab. Ich motivierte den Besitzer zu einem willensstarken „Aus“.

Sofort landete der Ball unter dem noch frischen Eindruck der fliegenden Tomatenstange auf der Wiese. 

Beute ist aber nur Beute, wenn man sie auch hat. Und die sollte der Besitzer in seinen Besitz bringen. Nicht zögerlich, sondern überzeugend. Für einen Abschiedsbrief   war keine Zeit..

Indes hat der Hund durch sein Wegschauen bereits eine Einladung „verschickt“ an seinen Besitzer, der immer noch unter dem Eindruck der Vergangenheit steht. Die Überwindung war groß. Bax verzichtete auf seinen Ball.

Was für ein Trauma muß der Hund ausgelöst haben. Eine ernst zu nehmende Sache, die der Hundepsychologe in seiner Arbeit berücksichtigen muß.

An diesem Tag haben beide gewonnen. Der Besitzer an etwas mehr Erfahrung und Selbstvertrauen, der Hund etwas mehr an Respekt. Und der scheint so groß zu sein, dass ich mir Gedanken mache, wie Bax das nächste Mal reagieren wird, wenn ich komme. Zum Abschied bedankte ich mich mit einem Leckerlie…natürlich für ein „Sitz“…

 

 

“Der Wunsch, ein Tier zu halten, entspringt einem uralten Grundmotiv - nämlich der Sehnsucht des Kulturmenschen nach dem verlorenen Paradies.“

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Thilo Kronenberger
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