14.05.2014

Bax und die Magie der Würfel

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Voller Optimismus, begleitet von der schrillen Sirene, rollte der “Fleischspieß” in seinem Therapiemobil vor die Spielwiese seines Beutegreifers. Die Stimmung hinter dem Zaun war außerordentlich gut. Bax lies mich das erste Mal Einblick nehmen in sein temperamentvolles Repertoire. Ich mußte Ihn erinnern, daß da nicht nur Gulasch in sein Reich stolperte. Die Tomatenstange tat ihr Übriges.

So begann das Training wie bisher. Jedoch mit einem Unterschied. Bax umkreiste mich in respektvollem Abstand wie einen Kadaver. Möglich, daß ihm das Gulaschimage schon etwas überlagert schien. Darauf war der Hundepsychologe natürlich vorbereitet. Kleine gelbe Würfel sollten heute Bax mit magischer Kraft zu mir bringen, so nah, daß wir unsere Verdauung gegenseitig bestaunen konnten.

Ich verlangte von dem Besitzer eine Hundeleine. Ich wußte nicht, was ich damit auslöste.

Bax war wie aus dem Häuschen, weil er dachte, daß es nach langer Zeit endlich mal wieder außer Haus geht. Bisher hatte das der Besitzer vermieden, weil das Anlegen der Leine immer eine Abwehrreaktion auslöste. Ein machbarer Kompromiß, denn das Grundstück ist groß genug.

Bax gab alles, um seinem Chef zu sagen, daß er mit will. Aber es passierte nichts. Die Leine war bei mir. Der Besitzer hinter dem Zaun. Der Hund sollte lernen, ohne Drohungen das Überstreifen der Leine zu akzeptieren. Nichts geht von heut auf Morgen. Deshalb wollte ich ihn Stück für Stück in sein Wanderglück locken. Ich band die Leine zu einer Schlaufe, und winkte mit einem magischen Würfel durch Selbige. Die Anziehungskraft des Würfels war so groß, daß Bax seinen halben Kopf durch die Schlinge steckte. Er war völlig fasziniert von meinem neuen Zauberutensil. Bereitwillig und ohne knurren wiederholte er das Zauberstück drei mal. Genug für den Anfang, dachte ich.

Bax dachte anders.

Die opiatischen Würfel ließen ihn nicht mehr von mir weichen. Er lag völlig entspannt neben mir. “Das kann´s doch nicht gewesen sein”, wird er sich gedacht haben. “Alles Käse. Der ist doch nicht nur Herr Fleischspieß…der ist doch ein ganzes kaltes Buffet!!! Den muß ich jetzt mal untersuchen.” Bax arbeitete an meinem australischen Duster wie ein Drogenspürhund. Und weil er das Buffet nicht komplett verschlungen hat, gab es noch einen magischen Würfel als Belohnung.

Frisch gestärkt konnte sich Bax der Außenwelt hinter dem Zaun widmen. Gassigänger waren schon immer ein nicht zu bändigendes Thema für ihn. Seine Rennstrecke führte entlang des gesamten Zaunes. Vielleicht wollte er nur seine gelben Würfel verteidigen, aber in meinem Beisein soviel territoriale Aggression zu zeigen, konnte ich nicht tolerieren. Ich mußte testen, ob ich ihn stoppen kann.

Auf der Hälfte der Rennstrecke positionierte ich einen Stuhl, auf dem ich zuvor gesessen hatte. Siehe da, Bax traute sich nicht an diesem vorbei, um die vermeintlichen Käsediebe in die Flucht zu schlagen. Er ließ sich in seinen Aktivitäten und in seinem Revier einschränken. Ein wichtiger Augenblick. Bax hat mir gezeigt, daß er meine Führung akzeptiert. Bald werde ich allein mit Bax in seinem Reich trainieren können.

Wir werden sehen, ob die Stimmung so bleibt.

 

 

“Der Wunsch, ein Tier zu halten, entspringt einem uralten Grundmotiv - nämlich der Sehnsucht des Kulturmenschen nach dem verlorenen Paradies.“

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