16.10.2014

Bax – allein zuhaus

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Der Tag mit den großen Fragezeichen. Das er kommen wird, war abzusehen und auch gewollt. Was aber im Kopf einer anderen Spezies passieren wird, weiß man erst danach. Manchmal hat man die Chance, sich daran erinnern können zu dürfen.

Genau auf diese Situation habe ich mein bisheriges Training ausgerichtet. Bax sollte meine Anwesenheit als völlig normal empfinden und im Idealfall über die Ankunft des gelben Therapiemobils erfreut sein. Vertrauensbildung aber auch der nötige Respekt sollten für mich die gefahrlose Eintrittskarte in das Reich eines Hundes sein, den „Experten“ als gefährlich eingestuft hatten.

Dieser Tag lies sich allerdings vorab nicht trainieren. Ich mußte es einfach tun. Der Ausgang war völlig offen, denn heute war Bax das erste Mal allein zuhaus.

Wie gewohnt kündigte die schrille Sirene meine Ankunft an. Jetzt waren all meine Sinne gefragt. Besonders mein Gehör. Ich mußte erlauschen, welche Stimmung meine Ankunft bei Bax auslöste, weil er sich im nicht einsehbaren Innenhof aufhielt..

Es gab genau drei Möglichkeiten. Entweder würde Bax sich völlig ruhig verhalten, das wäre sehr ungünstig,weil es dann zwei Möglichkeiten gäbe. Vielleicht würde er bellen, das wäre etwas ungünstig, aber auch das würde zwei Möglichkeiten eröffnen. Oder würde er fiepen wie ein Welpe, und wieder würden sich zwei Möglichkeiten auftun. 

Als ich mich dem Hoftor näherte, entschied sich Bax für zwei Möglichkeiten. Er bellte und fiebte.

Rein rechnerisch hatte ich nun vier Möglichkeiten, doch dem heiligen Canis Lupus sei Dank, das Psychologie keine Mathematik ist, und ich mich damals entschieden hatte, von Letzterem die Finger zu lassen. 

Ich drehte den Schlüssel im Schloß und Bax stürmte in Richtung seiner Spielwiese. Eine deutliche Einladung für mich. Ich nahm sie an, und der Ball wechselte ständig den Besitzer.

Doch führte ich auch anderes im Schilde. Sollte mein Eintritt reibungslos gelingen, hatte ich mir vorgenommen, an diesem Tag auch mit der Desensibilisierung zu beginnen. Genauso wie meinen Eintritt in das Baxsche Reich, sollte er auch lernen, meine Berührungen zu tolerieren.

Deshalb tat ich nach kurzem Ballspiel einfach nichts. Bax ließ nicht lang auf sich warten und kam zu mir. Ich tat nichts. Die Fragezeichen auf der Hundestirn waren deutlich zu sehen. Bax gab sich größte Mühe, mich zum Spiel zu animieren. Ich tat nichts. Wie ich erwartete, zog Bax seinen letzten Trumpf.

Er rollte sich vor mir auf dem Rücken, mal nach rechts, mal nach links. Die Botschaft war eindeutig. Doch bevor sein erhofftes Spiel weiter ging, sollte er meine Berührungen in der Nähe der Risikozone Kopf ertragen. Ein ernsthaftes Risiko.

Mein Kalkül ging auf. Es begann ein Wechselspiel zwischen Nichts, Berührungen und Spiel. Weniger ist manchmal mehr. Kommentarlos verlies ich nach dieser Trainingsstunde den Hof.

Für meinen nächsten Trainingstag habe ich mir vorgenommen, ebenso kommentarlos und ohne Umschweife Bax anzuleinen und spazieren zu gehen. Bisher habe ich die Führleine mit etwas Ablenkung befestigen können. Es bleibt völlig offen, ob Bax wie gewohnt eine Abwehrreaktion zeigen wird.

“Der Wunsch, ein Tier zu halten, entspringt einem uralten Grundmotiv - nämlich der Sehnsucht des Kulturmenschen nach dem verlorenen Paradies.“

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